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Flughafen
 
Anfänge 

Der Flughafen Leipzig/Halle wurde am 18. April 1927 nach nur knapp achtmonatiger Bauzeit (erster Spatenstich: 1. September 1926) als Flugplatz für Luftschiffe (kreisrunde Landefläche) nahe Schkeuditz in Betrieb genommen. 1928 wurde eine 400 Meter lange Landebahn angelegt und der bisherige Name ''Flugplatz Schkeuditz'' durch den neuen Namen ''Flughafen Halle/Leipzig'' ersetzt. Er sollte als Großflughafen für den Ballungsraum Halle/Leipzig den Flugverkehr beider Großstädte übernehmen, nachdem der hallesche Flugplatz in Nietleben (heute Stadtteil von Halle) zu klein für die starke Nachfrage und außerdem nicht ausreichend zu erweitern war. Der vorherige Leipziger Flugplatz in Mockau (heute Stadtteil von Leipzig) wurde hauptsächlich von der Gesellschaft "Junkers-Luftverkehr" getragen, die 1926 in der Deutschen Lufthansa aufging, welche den Flugverkehr auf den neuen Großflughafen in Schkeuditz konzentrierte.

Mitte 1930 bis Anfang 1931 wurde dem Flughafen ein neues Restaurantgebäude hinzugefügt, welches sich durch eine moderne und funktionale Architektur hervorhob und zum beliebten Ausflugsziel in der Bevölkerung und bei den Fluggästen wurde. Zwischen 1936 und 1937 wurde das bisher provisorische Verwaltungsgebäude durch einen repräsentativen Neubau ersetzt und diesem ein neues Abfertigungsgebäude ganz im Stil nationalsozialistischer Architektur hinzugefügt.

Der Flughafen Halle/Leipzig stand im Jahr 1937 mit mehr als 40 Starts pro Tag an vierter Stelle in der Rangliste der verkehrsreichsten Flughäfen Deutschlands. Diese Entwicklung wurde durch den Beginn des Zweiten Weltkrieges abrupt beendet. Der zivile Flugverkehr wurde eingestellt, der Flughafen samt seiner Anlagen und Werkstätten von der deutschen Luftwaffe (Wehrmacht) übernommen und für militärische, bzw. Kriegszwecke verwendet. So wurden u.a. in den Lufthansa-Werkstätten am Platz Geräte für den militärischen Bedarf hergestellt. Am 16. April 1944 zerstörten alliierte Bomber einen großen Teil der Anlage, darunter auch das Restaurantgebäude.

Nachkriegszeit

Nach dem Ende des Krieges arbeiteten in den Produktionsanlagen zunächst noch Teile der Flugzeugindustrie weiter, woraus nach einigen Umwegen 1947 der volkseigene Betrieb ''Maschinen- und Apparatebau Schkeuditz'' hervorging. Der Flugplatz wurde während dieser Zeit nur als Werksflugplatz verwendet. Ehrgeizige Projekte zur Entwicklung des Luftverkehrs in der Deutsche Demokratische Republik DDR hatten zwischen 1957 und 1960 den Bau einer 2500 m langen Start- und Landebahn zur Folge, die jedoch aufgrund der baldigen Einstellung des defizitären Flugzeugbaus durch die Regierung zunächst kaum Verwendung fand. Der zu dieser Zeit als Messeflughafen genutzte Flugplatz in Leipzig/Mockau genügte Anfang der 1960er Jahre immer weniger den technischen Anforderungen, also besann man sich darauf, den Flugverkehr auf die neu gebaute und kaum benutzte Landebahn in Schkeuditz zu verlegen. Der Flugplatz wurde somit ab 1963 zweimal jährlich als ''Messeflughafen Leipzig'' genutzt und von der staatlichen Fluggesellschaft der Deutsche Demokratische Republik (DDR), der Interflug, angeflogen. Bis 1966 wurden zu jeder Saison provisorische Abfertigungsanlagen auf- und wieder abgebaut, die dann aber durch ein neues Abfertigungsgebäude ersetzt wurden, welches eine einmalige Doppelfunktion besaß: Vier Wochen im Jahr diente es als Empfangsgebäude des Messeflughafens, die restliche Zeit als Autobahnraststätte.
Da dies aber kein Dauerzustand sein konnte, wurde die Anlage in den folgenden Jahren in kleinen Schritten erweitert und ausgebaut, so dass am 19. Mai 1972 der ''Flughafen Leipzig'' den ganzjährigen Betrieb als Verkehrsflughafen aufnehmen konnte. Trotz finanzieller und kapazitärer Engpässe und wirtschaftlicher Schwierigkeiten in den Folgejahren wurde der Flughafen Stück für Stück erweitert, Flugsicherungsanlagen und eine neue Ankunftshalle errichtet, um den immer weiter steigenden Passagierzahlen gerecht zu werden, die sich von 1972 bis 1988 auf ca. 550.000 pro Jahr verzehnfacht hatten.

Zu einer Besonderheit zählt, dass zur Leipziger Messe am 18. März 1986 erstmals eine Concorde der Air France von Paris nach Halle/Leipzig flog, zwei Tage später gefolgt von einer Concorde der British Airways. Auch in den darauffolgenden Jahren gab es in Messezeiten Concordeflüge von Paris und London nach Halle/Leipzig.

Wie alle Flughäfen des Warschauer Paktes diente der Flughafen Leipzig/Halle im Kriegsfall als Ausweichflugplatz für die Luftstreitkräfte der NVA sowie für Geschwader der sowjetischen Luftstreitkräfte.

Nach der Wiedervereinigung 

Der zivile Neuanfang 

Nach der Deutsche Wiedervereinigung musste sich die Flughafenverwaltung auf die enormen Strukturveränderungen des wirtschaftlichen Umbruchs einstellen und somit wurde am 17. September 1990 die provisorische ''Flughafen Leipzig GmbH'' gegründet, die dank der Hilfe einiger westdeutscher Flughäfen den Betrieb aufrecht erhalten konnte.

Nachdem im Verlauf des Jahres 1990 die kommunalpolitischen Verhältnisse geklärt wurden, wurde im Juni 1991 die nunmehr ''Flughafen Leipzig/Halle GmbH'' genannte Gesellschaft von den Ländern Sachsen und Sachsen-Anhalt und umliegenden Landkreisen übernommen und es begannen umfangreiche Baumaßnahmen zur Modernisierung der bestehenden Abfertigungshalle und der Landebahn. Ende 1992 wurden erstmals eine Million Passagiere abgefertigt. Nur zwei Jahre später hatte sich diese Zahl bereits nahezu verdoppelt. Ein für 3,5 Millionen Passagiere ausgelegtes neues Abfertigungsgebäude (Terminal B) konnte 1996 nach knapp zwei Jahren Bauzeit eingeweiht werden, und die alte Abfertigungshalle wurde für den Post- und Güterfrachtverkehr weiter verwendet.

Am 24. März 2000, einen Tag nach Inbetriebnahme des neuen Towers (Flugplatz) der deutschen Flugsicherung, wurde, nach einer Bauzeit von 5 Jahren, eine neue 3600m lange Start- und Landebahn nördlich des Flughafens eingeweiht, womit der Flughafen Leipzig/Halle vom Kontinental- zu einem Interkontinentalflughafen aufstieg.

 
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