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Oslavany
 


Die Stadt Schkeuditz ist mit Oslavany seit dem
9. September 2006 partnerschaftlich verbunden.



Stadt Oslavany

Das Wappen der Stadt Oslavny

Der Ort hat etwa 4.600 Einwohner und liegt etwa 25 km südwestlich von Brno am Fluss Oslava, der Oslava von Westen, Norden und Osten her umschließt und von zwei Brücken überquert wird. Über der Gemeinde erhebt sich der Berg Kukla mit der Förderanlage der gleichnamigen Kohlegrube. Zu Oslavany gehört das etwas nordöstlich des Ortes gelegene Padochov, eine alte Bergbaugemeinde. Eine in Oslavany beginnende Bahnlinie verbindet Oslavany mit Ivanèice und Brno. der Bahnhof von Oslavany und das Industriegebiet des Ortes liegen im Südosten, jenseits des Flusses. Oslavany verfügt auch über einen Busbahnhof.

Landschaftsbild mit Oslavany

Die Gegend von Oslavany ist seit der Steinzeit besiedelt. Erstmalig erwähnt wurde der Ort 1104. Seit dem 13. Jahrhundert existierte in der Gegend um Oslavany ein königlich privilegierter Kupferabbau.

In Oslavany gründete Heilwiga von Znaim im Jahre 1225 das Zisterzienserinnenkloster Mariental, das erste Frauenkloster auf mährischem Boden. Es wurde 1228 in Anwesenheit des böhmischen Königs Ottokar I vom Erzbischof von Olmütz eingeweiht. 1423 wurde das Kloster im Rahmen der Hussitenzüge verwüstet, 1517 kam es zu einem Brand, woraufhin die Anlage, die seit 1471 Besitz des Adligen Wilhelm von Perstein war, als Schloss neugebaut wurde. 1577 kam das Schloss an Christoph von Althan, kurze Zeit ließ dessen Nachfolger Adolf von Althan das Schloss als Renaissancebau umgestalten. Danach war Wolf Dietrich von Althan Eigentümer des Schlosses, der aber wegen seiner Beteiligung an den antihabsburgischen Erhebungen enteignet wurde, sodass Ferdinand II. Oslavany an dessen katholischen Bruder Michal Adam vergab. 1654 wurden die von Mollarts durch Heirat Herren des Schlosses bis 1712 Petr Arnost von Mollart Oslavany an das Altbrünner Kloster verkaufte. 1760 entdeckte Riedl, der Herrschaftsverwalter von Oslavany, in der Umgebung Kohle und wurde dafür von Maria Theresia mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. In der bis dahin landwirtschaftlich geprägten Gemeinde hielt damit die Industrialisierung Einzug, wobei neben der Kupfer- und Kohleförderung Fayencemanufakturen eine wichtige Rolle spielten, in denen weiße Keramikware mit blauem Dekor produziert wurde. Im Rahmen der Reformen Josephs II. erfolgte eine erneute Enteignung; Oslavany fiel zum Königsgut, wurde aber bereits 1789 Erbgut von Johannes Nepomuk Schraff. Wichtige Impulse für die Entwicklung von Oslavany gab Johann Müller, der um 1800 Besitzer der örtlichen Kohlegruben war. 1860 kamen bei einem Unglück in der Grube Frantiska 60 Bergmänner ums Leben, 1921 bei einem erneuten Unglück in der Grube Kukla weitere 26. 1913 wurde das Wärmekraftwerk von Oslavany in Betrieb genommen, das mit der Kohle der Region beheizt wurde. Seit 1885 war die Schlossanlage im Besitz der von Gomperz, bis sie 1939 von den Deutschen konfisziert und zu einer Kaserne umgewandelt wurde. 1945 fiel das Schloss an den tschechoslowakischen Staat. Das Schloss wurde in der Folge vor allem als Warenlager genutzt, die Bausubstanz verfiel dabei langsam. 1973 wurde mit der Schließung der Grube Kukla der Bergbau eingestellt; das Kraftwerk wurde zwanzig Jahre später stillgelegt. 1993 wurde das Schloss Kommunalbesitz und ist seither Gegenstand intensiver Restaurationsarbeiten.

Geueigt wird der Kreuzgang

Das Schloss (Zamek Oslavany) besitzt, vor allem mit der Schlosskapelle (der Marienkirche, ursprünglich ein dreischiffiger romanischer, dann ein einschiffiger gotischer Bau), noch Bausubstanz aus dem Mittelalter, ist aber durch den Umbau im 16. Jh. zu einer weitgehend vom Renaissancestil geprägten Anlage geworden. Der Innenhof der zweigeschossigen Anlage ist durch Arkaden geprägt.
Die Pfarrkirche von Oslavany, St. Nikolaus (Sv. Mikulase) gewidmet, wurde 1320 erstmalig erwähnt und später im Renaissance- bzw. Barockstil umgebaut. Sie enthält eine gotische Statue der Maria mit Kind sowie eine goldene Marienstatue aus dem Jahre 1707. Die Schlosskapelle wird für Konzerte genutzt, das Schloss selbst ist nur an wenigen Tagen für die Öffentlichkeit zugänglich.

Kontakt

Stadt Oslavany
Namesti 13
CZ- 66412 Oslavany
Tel: 0042-0546 418 411
Fax: 0042-0546 418 410
E-Mail: oslavany@ mboxr.cz
http://www.Oslavany-mesto.cz
 
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